Tierische Mitbewohner: So helfen wir Wildtieren durch den Winter

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NATURNAHES ZUSAMMENLEBEN

So helfen wir Wildtieren durch die kalten Tage

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Wenn der fros­ti­ge Wind über die Fel­der und durch unse­re hei­mi­schen Gär­ten hier in Schles­wig-Hol­stein weht, ver­än­dert sich die Natur in einem atem­be­rau­ben­den Tem­po. Die bun­ten Blät­ter fal­len, die Tage wer­den spür­bar kür­zer und eine stil­le, tie­fe­re Atmo­sphä­re legt sich über unser Land. Doch wäh­rend wir es uns im war­men Wohn­zim­mer bei Ker­zen­schein und einer hei­ßen Tas­se Tee gemüt­lich machen, beginnt für unse­re tie­ri­schen Mit­be­woh­ner eine Zeit, die alles von ihnen abver­langt. Ob Igel, Eich­hörn­chen oder die Vögel in unse­ren Hecken: Für sie alle heißt es jetzt, Kraft­re­ser­ven zu sam­meln, Fett­pöls­ter­chen anzu­fut­tern und sich auf die har­ten Mona­te vor­zu­be­rei­ten.

In die­sen Wochen beginnt für unse­re tie­ri­schen Nach­barn eine ech­te Über­le­bens­prü­fung. Das Bes­te dar­an ist jedoch, dass wir gar kei­ne gro­ßen Exper­ten sein müs­sen, um ihnen zu hel­fen. Manch­mal genü­gen schon ganz klei­ne Hand­grif­fe direkt vor unse­rer Haus­tür, um einen ech­ten Unter­schied zu machen und unse­ren klei­nen Mit­be­woh­nern das Über­le­ben im Spät­herbst und Win­ter spür­bar zu erleich­tern.

Die besten Sofort-Tipps für deinen Garten

Damit du direkt siehst, wie du dei­nen Gar­ten im Okto­ber und Novem­ber in einen siche­ren Hafen ver­wan­deln kannst, haben wir die wich­tigs­ten Schrit­te für dich zusam­men­ge­fasst:

  • Der Igel-Laub­hau­fen: Lass in einer ruhi­gen, schat­ti­gen Gar­ten­ecke eine beacht­li­che Men­ge Laub und Schnitt­gut lie­gen. Ein natur­na­her Holz­sta­pel direkt dane­ben bie­tet dem Igel den per­fek­ten, geschütz­ten Unter­schlupf für sei­nen anste­hen­den Win­ter­schlaf und schützt ihn vor Frost.
  • Ver­blüh­te Stau­den ste­hen las­sen: Schnei­de Stau­den, Son­nen­hü­te und Zier­grä­ser jetzt bloß nicht ab. Ihre ver­trock­ne­ten Blü­ten­stän­de und Samen­ker­ne sind im Win­ter eine über­le­bens­wich­ti­ge Nah­rungs­quel­le für Mei­sen, Fin­ken und ande­re hei­mi­sche Vögel.
  • Vogel­füt­te­rung star­ten: Rich­test du ab dem spä­ten Herbst einen sau­be­ren Fut­ter­platz ein, bie­test du ener­gie­rei­che Kör­ner­mi­schun­gen, Son­nen­blu­men­ker­ne und Mei­sen­knö­del an, um den Vögeln bei der Fut­ter­su­che unter die Arme zu grei­fen.
  • Fri­sche Was­ser­stel­le ein­rich­ten: Auch im Herbst und Win­ter lei­den Tie­re oft unter Was­ser­man­gel, weil Pfüt­zen zufrie­ren. Eine fla­che, sau­be­re Was­ser­scha­le, die du regel­mä­ßig mit fri­schem Was­ser auf­füllst, ret­tet Leben.
  • Wil­de Ecken erlau­ben: Ver­zich­te in min­des­tens einer Gar­ten­ecke auf akku­ra­te Ord­nung. Ein klei­ner, wil­der Bereich mit Tot­holz zieht Insek­ten und Klein­säu­ger magisch an.

Als das Unmögliche begann

Was dann folg­te, gleicht einem klei­nen Wun­der: In unzäh­li­gen ehren­amt­li­chen Stun­den reno­vier­te das gesam­te Dorf den alten Gast­hof von Grund auf. Orts­an­säs­si­ge Hand­wer­ker hal­fen mit, und aus allen Ecken kamen Men­schen geeilt. Her­kunft oder Lebens­al­ter zähl­ten dabei längst nicht mehr – man war ein­fach da, wenn es dar­auf ankam, und wuchs als ver­schwo­re­ne Gemein­schaft eng zusam­men. Wer kein Geld geben konn­te, gab Man­nes­kraft, es wur­de gestri­chen, gespach­telt, gehäm­mert, ver­putzt. Wer kei­ne Kraft hat­te mit­zu­re­no­vie­ren, der back­te Kuchen, schmier­te Bröt­chen oder koch­te für die flei­ßi­gen Hel­fer.

Zu kei­nem Zeit­punkt gab es Miss­gunst oder Neid, kein böses Wort, kein Läs­tern. Auch wenn man sich nicht immer einig war und es vie­le Mei­nun­gen gab, fand das Dorf immer eine gemein­sa­me Lösung, mit der alle zufrie­den waren. In einer Zeit, in der oft von Spal­tung die Rede ist, hat Barg­stedt gezeigt: Wenn wir zusam­men­ste­hen, kön­nen wir alles schaf­fen.

Die kleine Einkaufsliste für deinen herbstlichen Garten

Wenn du das nächs­te Mal durch Schles­wig-Hol­stein unter­wegs bist und im Bau­markt oder Super­markt vor­bei­schaust, pack am bes­ten die­se Din­ge auf dei­nen Ein­kaufs­zet­tel:

  • Streu­fut­ter und Son­nen­blu­men­ker­ne: Hoch­wer­ti­ges, scha­len­lo­ses Fut­ter oder klas­si­sche Son­nen­blu­men­ker­ne für Fin­ken und Mei­sen.
  • Mei­sen­knö­del ohne Plas­tik­netz: Wich­tig für die Sicher­heit der Vögel, damit sich kei­ne Tie­re dar­in ver­fan­gen.
  • Erd­nuss­ker­ne (unge­sal­zen): Die abso­lu­te Leib­spei­se unse­rer Eich­hörn­chen, die jetzt eif­rig Vor­rä­te im Gar­ten ver­gra­ben.
  • Eine sta­bi­le, fla­che Ton­scha­le: Dient im Hand­um­dre­hen als frost­si­che­re Trän­ke und Vogel­bad.
  • Ein ech­tes Igel­haus (optio­nal): Wenn du kei­nen natur­na­hen Laub­hau­fen anle­gen möch­test, ist das eine wet­ter­fes­te und siche­re Alter­na­ti­ve.

Ein sicherer Hafen vor der Haustür

Wir ken­nen das Gefühl doch alle: Es ist ein­fach wun­der­bar beru­hi­gend zu wis­sen, dass der eige­ne Gar­ten nicht nur unge­stör­ter Rück­zugs­ort für uns ist, son­dern gleich­zei­tig ein siche­rer Ret­tungs­an­ker für die hei­mi­sche Tier­welt dar­stellt. Wenn wir den Mut zur klei­nen Unord­nung auf­brin­gen und der Natur ein Stück ihren Raum zurück­ge­ben, wird der eige­ne Gar­ten im tris­ten Novem­ber zu einem leben­di­gen Ort der Begeg­nung. Ein Ort, der das Herz von Grund auf wärmt und uns zeigt, wie eng und schön wir mit unse­rer nord­deut­schen Hei­mat ver­bun­den sind.

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Die Natur schenkt uns ihre Wunder, wenn wir bereit sind, hinzusehen.

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