Herzlich Willkommen im Jahre des Feuer‑Pferdes!

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Herzlich Willkommen im Jahre des Feuer‑Pferdes!

Am 17. Februar 2026 heißt es: Frohes Chinesisches Neujahr!

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In die­sem Jahr begrü­ßen wir das Pferd – das sieb­te Tier­kreis­zei­chen von ins­ge­samt zwölf. Beglei­tet wird jedes Tier­kreis­zei­chen von einem Ele­ment, und 2026 steht das Ele­ment Feu­er Sei­te an Sei­te mit dem Pferd.

Feuer‑Pferd‑Jahre gel­ten in der chi­ne­si­schen Astro­lo­gie als beson­ders kraft­voll und sel­ten. Das letz­te Feuer‑Pferd‑Jahr war 1966, das nächs­te wird erst 2086 kom­men. Men­schen und Pro­jek­te, die in einem sol­chen Jahr begin­nen, ste­hen unter dem Ein­fluss von Mut, Lei­den­schaft, Krea­ti­vi­tät und einem star­ken Frei­heits­drang. Es ist ein Jahr, das gro­ße Ver­än­de­run­gen begüns­tigt und zugleich for­dert, Ver­ant­wor­tung für die eige­nen Ent­schei­dun­gen zu über­neh­men. Chi­ne­si­sche Astro­lo­gen spre­chen von einem dyna­mi­schen Jahr vol­ler Wachs­tum, Zusam­men­halt und Wohl­stand – einem Jahr, in dem sich har­te Arbeit aus­zah­len kann. Wir hof­fen für uns alle das Bes­te.

Der Tierkreis und das Pferd

Einem Mythos zufol­ge sag­te der Jade­kai­ser, dass die Rei­hen­fol­ge des Tier­krei­ses durch die Rei­hen­fol­ge bestimmt wür­de, in denen die Tie­re zu sei­nem Fest kamen. Jeder erwar­te­te, dass das schnel­le, aus­dau­ern­de Pferd früh ein­tref­fen wür­de. Es erreich­te das Fest schließ­lich als sieb­tes Tier – stolz, frei­heits­lie­bend und vol­ler Ener­gie.

Der chi­ne­si­sche Jah­res­zy­klus besteht aus zwölf Tier­kreis­zei­chen in der Rei­hen­fol­ge Rat­te, Büf­fel, Tiger, Hase, Dra­che, Schlan­ge, Pferd, Zie­ge, Affe, Hahn, Hund und Schwein. Beglei­tet wer­den sie von den fünf Ele­men­ten Feu­er, Was­ser, Erde, Holz und Metall.

Das Pferd gilt in der chi­ne­si­schen Kul­tur als Sym­bol für Stär­ke, Aus­dau­er, Frei­heit und Erfolg. Men­schen die­ses Zei­chens gel­ten als unab­hän­gig, lei­den­schaft­lich, cha­ris­ma­tisch und vol­ler Tat­kraft. Im Feuer‑Pferd‑Jahr ver­stär­ken sich die­se Eigen­schaf­ten noch: Die Ener­gie ist leben­dig, impul­siv, krea­tiv und vol­ler Vor­wärts­drang. Vie­le Men­schen tra­gen in die­sem Jahr bewusst Rot, weil die Far­be nicht nur Glück und Wohl­stand sym­bo­li­siert, son­dern auch das feu­ri­ge Tem­pe­ra­ment des Jah­res har­mo­ni­siert.

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Das Neujahrsfest – das Frühlingsfest

Das Neu­jahrs­fest wird auf Chi­ne­sisch 春节 (chūn­jié) – Früh­lings­fest – genannt und ist eines der bedeu­tends­ten Fes­te im Reich der Mit­te. Aber nicht nur in Chi­na wird Neu­jahr gefei­ert, son­dern auch in Viet­nam, Indo­ne­si­en, Korea und vie­len ande­ren Län­dern – ins­ge­samt etwa 20 Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung. Das tra­di­tio­nel­le Fest beginnt am ers­ten Tag des chi­ne­si­schen Kalen­ders und endet mit dem legen­dä­ren Later­nen­fest am fünf­zehn­ten Tag.

Chinesisch Neujahr – warum erst so spät?

Obwohl sich die Chi­ne­sen seit 1912 nach dem Gre­go­ria­ni­schen Kalen­der rich­ten, spielt der tra­di­tio­nel­le Mond­ka­len­der nach wie vor eine wich­ti­ge Rol­le. Beson­ders zu Hoch­zei­ten und Geschäfts­er­öff­nun­gen hat er eine tra­gen­de Bedeu­tung. Das chi­ne­si­sche Neu­jahr fällt jedes Jahr auf ein ande­res Datum. Es beginnt am zwei­ten – sel­ten am drit­ten – Neu­mond nach der Win­ter­son­nen­wen­de, endet zum dar­auf­fol­gen­den Voll­mond mit dem Later­nen­fest und wird zwi­schen dem 21. Janu­ar und dem 20. Febru­ar erwar­tet.

Ein Fest der Familie

Es ist das Fest der Fami­lie, bei dem erwach­se­ne Kin­der, die in der Stadt oder im Aus­land arbei­ten, wie­der zu ihren Eltern aufs Land rei­sen, um gemein­sam die Neu­jahrs­fei­er­ta­ge zu ver­brin­gen. Für vie­le ist es die ein­zi­ge Gele­gen­heit im Jahr, ihre Fami­li­en zu sehen. Unter vor­ge­hal­te­ner Hand spricht man von der größ­ten Völ­ker­wan­de­rung der Welt inner­halb weni­ger Tage – rund 750 Mil­lio­nen Chi­ne­sen welt­weit wol­len „nach Hau­se“.

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Die Sage um Neujahr – ein Land wird rot

In alten Zei­ten gab es ein bös­ar­ti­ges Mons­ter mit schar­fen Zäh­nen und Hör­nern, das Nian genannt wur­de. Zum Ende des Mond­jah­res erwach­te Nian aus dem Tief­schlaf, um auf die Men­schen und deren Vieh Jagd zu machen. Die Nacht zum Neu­jahr wird des­we­gen auch „Guo Nian“, wört­lich „den Nian bezwin­gen“, genannt.

Als ein alter Mann ein Dorf besuch­te, berich­te­te er, dass Nian sehr leicht zu ängs­ti­gen sei – beson­ders die Far­be Rot mag es nicht und es fürch­tet sich vor lau­ten Geräu­schen und selt­sa­men Krea­tu­ren. In die­ser Nacht soll­te das Dorf in Rot gehüllt wer­den. Die Dorf­be­woh­ner häng­ten roten Schmuck an ihre Türen und gaben ihren Kin­dern Mas­ken und Later­nen. Das gan­ze Dorf mach­te mit Trom­meln, lau­ter Musik und Feu­er­werk Lärm. Seit jenem Tag wur­de Nian nie wie­der gese­hen.

Aus die­ser Legen­de ent­wi­ckel­ten sich spä­ter auch die berühm­ten Löwen- und Dra­chen­tän­ze. Der Löwe, der in der chi­ne­si­schen Kul­tur als Beschüt­zer gilt, bewegt sich in kraft­vol­len, ver­spiel­ten Sprün­gen, beglei­tet von Trom­meln, Gongs und Zim­beln. Sein Tanz soll Glück brin­gen und böse Geis­ter ver­trei­ben. Der Dra­che hin­ge­gen sym­bo­li­siert Stär­ke, Weis­heit und Wohl­stand. Er wird von vie­len Tän­zern getra­gen, die sei­nen lan­gen Kör­per in flie­ßen­den Wel­len bewe­gen. Je län­ger der Dra­che, des­to grö­ßer das Glück, das er brin­gen soll. Bei­de Tän­ze sind bis heu­te leben­di­ge Erin­ne­run­gen an die alte Nian-Sage und gehö­ren zu den ein­drucks­volls­ten Momen­ten des Neu­jahrs­fes­tes.

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Löwen­tanz
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Dra­chen­tanz

Vorbereitungen – ein neues Jahr beginnt im alten

Die Vor­be­rei­tun­gen für das wich­tigs­te Fest im Jahr begin­nen Wochen vor­her. Alles wird geputzt und gerei­nigt, um das Schlech­te und nega­ti­ve Ener­gien aus dem Haus zu ver­trei­ben. Man besucht „im alten Jahr“ noch den Fri­seur, macht sich hübsch, kauft neue Klei­dung – bevor­zugt in Rot – für das Fami­li­en­es­sen. Rot gilt seit jeher als Sym­bol für Glück, Freu­de und Wohl­stand und ist im Feuer‑Pferd‑Jahr beson­ders beliebt, weil es die impul­si­ve Ener­gie des Jah­res har­mo­ni­siert.

Wie wird das chinesische Neujahr gefeiert?

Kein ande­res Fest ist so reich an Sym­bo­len, Bräu­chen und Vor­stel­lun­gen des Volks­glau­bens. Nach chi­ne­si­scher Auf­fas­sung bestimmt die Zeit des Neu­jahrs­fes­tes den Ver­lauf des gesam­ten kom­men­den Jah­res, wes­halb posi­ti­ven wie nega­ti­ven Omen gro­ße Bedeu­tung zukommt.

Tra­di­tio­nell ver­sam­melt sich die Fami­lie spä­tes­tens am letz­ten Abend des alten Jah­res zuhau­se und es wird ein gro­ßes Essen ver­an­stal­tet. Alle tra­gen Rot. Kin­der, unver­hei­ra­te­te Fami­li­en­mit­glie­der und manch­mal auch allein­ste­hen­de Freun­de erhal­ten „Hong­bao“ – rote Umschlä­ge mit Geld­ge­schen­ken, die am ers­ten Tag des neu­en Jah­res geöff­net wer­den dür­fen.

Kurz vor Mit­ter­nacht ver­lässt man das Haus, um die Spu­ren des alten Jah­res hin­aus­zu­tra­gen. Die Fens­ter blei­ben geöff­net, damit das Glück ein­tre­ten kann. Bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den fin­den Feu­er­werk, Trom­meln, Löwen­tän­ze und in vie­len Regio­nen auch der gro­ße Dra­chen­tanz statt. Der Dra­che gilt als Glücks­brin­ger, der Wohl­stand, Erfolg und Schutz spen­det – und im Jahr des Feuer‑Pferdes beson­ders ver­ehrt wird, weil bei­de Sym­bo­le für Mut, Ener­gie und Vor­wärts­be­we­gung ste­hen.

Vie­le Fami­li­en ach­ten dar­auf, das neue Jahr ohne Schul­den zu begin­nen. Man sagt, wer am Neu­jahrs­tag Schul­den begleicht, gibt sein Glück weg, und wer Geld ver­leiht, ver­leiht sei­nen Wohl­stand. Eben­so wich­tig ist der ers­te Besu­cher des Jah­res: Er gilt als Glücks­brin­ger, wes­halb vie­le Fami­li­en bewusst jeman­den aus­wäh­len, der Erfolg, Gesund­heit, Warm­her­zig­keit oder eine posi­ti­ve Aus­strah­lung mit­bringt. Am Neu­jahrs­tag wird außer­dem nicht geputzt, damit das Glück nicht aus dem Haus gekehrt wird.

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Essen und Bräuche zum Neujahrstag

Die Sym­bo­lik des Essens spielt eine beson­de­re Rol­le. Ein Fisch auf dem Tisch ver­spricht Über­fluss, weil das Wort „Yu“ genau­so klingt wie „Über­schuss“. Erd­nüs­se, Pis­ta­zi­en und Kür­bis­ker­ne ste­hen für Wohl­stand, der lan­ge anhält. Scam­pis klin­gen – anders aus­ge­spro­chen – wie „Lachen“. Geflü­gel soll das gan­ze Jahr beflü­geln. Süßig­kei­ten sor­gen für ein süßes Jahr, Kuchen und Man­da­ri­nen für ein run­des, har­mo­ni­sches Jahr. Vie­le Fami­li­en ach­ten dar­auf, dass der Tisch reich gedeckt ist, weil ein vol­ler Tisch sym­bo­li­siert, dass das kom­men­de Jahr eben­falls reich und erfüllt sein soll.

Doch das Neu­jahrs­es­sen ist weit mehr als ein Fest­mahl. Es wird bewusst so viel gekocht, dass es für meh­re­re Tage reicht, denn es soll immer etwas übrig blei­ben. Was auf dem Tisch bleibt, bleibt sym­bo­lisch auch im Leben: ein Rest von Glück, ein Rest von Wohl­stand, ein Rest von Freu­de – genug, um zu tei­len und genug, um das neue Jahr mit offe­nen Hän­den zu begrü­ßen. Die­ser Über­fluss ist ein stil­les Ver­spre­chen, dass das Gute nicht ver­siegt.

Gleich­zei­tig bleibt der Abend des Neu­jahrs ein zutiefst fami­liä­rer Moment. Das chi­ne­si­sche Sil­ves­ter wird im engs­ten Kreis gefei­ert – Eltern, Kin­der, Groß­el­tern, Geschwis­ter. Freun­de, Bekann­te und ent­fern­te Ver­wand­te kom­men erst im neu­en Jahr zu Besuch, um ihre Neu­jahrs­wün­sche zu über­brin­gen. Wer also das sel­te­ne Glück hat, an einem sol­chen Essen teil­zu­neh­men, darf sich geehrt füh­len. Es bedeu­tet, dass man nicht nur ein­ge­la­den ist, son­dern als Teil einer aus­ge­wähl­ten Fami­lie will­kom­men gehei­ßen wird – ein Zei­chen von Ver­trau­en, Nähe und ech­ter Zuge­hö­rig­keit.

In die­sem Sin­ne wün­schen wir euch alles Lie­be und Gute zum Chi­ne­si­schen Neu­jahr – auf die Fami­lie, auf Freun­de und auf die Lie­be. Möge die­ses neue Jahr euch Momen­te schen­ken, die das Herz wär­men, Wege öff­nen, die euch gut­tun, und Men­schen an eure Sei­te stel­len, die euch tra­gen.

Xīnnián kuàilè! (新年快乐)

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Möge das Glück euch finden, bei euch bleiben und euch durchs neue Jahr tragen.

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