Frauen, Alltag & Lieblingsgerichte – Kochen mit Loan
Mit Meike, Wini und Loan auf Genussreise
Unsere kulinarische Reise durch die Redaktion führt heute zu Loan – und zu einem Gericht, das weit mehr ist als eine Kombination aus Zutaten. Ihre Scampi mit karamellisierter Ananas tragen Erinnerungen, Herkunft und Wärme in sich. Die fruchtige Frische der Ananas trifft auf aromatische Tiefe und erzählt eine Geschichte, die mit jedem Löffel ein Stück Heimat spürbar macht. Ein Rezept, das zeigt, wie sehr Essen verbinden kann – mit uns selbst und mit unseren Wurzeln.
Weitere Lieblingsrezepte aus unserer Redaktion:
Meike: Tropisch fruchtiges Hähnchen‑Reis‑Gratin
Wini: Vegane Schoko‑Muffins
Männerküche: Männer, Töpfe & große Gefühle
Kochen mit Loan
Ein Duft, der mich an Zuhause erinnert
Ein Gericht, das Sonne und Seele verbindet
Es gibt Gerichte, die tragen mehr in sich als Aromen. Sie tragen Herkunft, Erinnerungen und dieses besondere Gefühl, das entsteht, wenn man etwas kocht, das in der eigenen Familie über Generationen weitergegeben wurde.
Dieses süß-saure Gericht mit Scampis und frischer Ananas gehört für mich genau dort hin. Es ist lebendig, fruchtig, warm – und jedes Mal, wenn ich es zubereite, fühle ich mich meinen Wurzeln ein Stück näher.
Was viele aus dem China-Restaurant als „süß-sauer“ kennen, hat mit der echten Küche meiner Herkunft wenig zu tun. Bei uns entsteht Süße und Säure nicht aus einer roten, klebrigen Sauce, sondern aus frischer Ananas, Tomaten, Tamarinde und Fischsauce. Und eines ist dabei unverzichtbar: Frische Ananas. Keine aus der Dose. Niemals.
Kochzeit: ca. 25 Min.
Zutaten für 4 Personen
1 frische Ananas (oder ca. 400 g geschälte Ananas)
4 frische Tomaten
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Päckchen frischer Koriander
1 Stange Zitronengras
1 kleines Stück frischer Ingwer (für 1,5–2 TL gerieben)
Optional: frischer Chili oder Peperoni
600 g Scampis (roh, geschält)
1 Dose Kirschtomaten (ca. 400 g)
Tamarindenpaste (bekommst Du in Asiamärkten oder auch bei Rewe, Kaufland und Edeka)
Fischsauce
Tapiokamehl oder Maisstärke
Salz
Schwarzer Pfeffer
1 Knoblauchzehe
Honig
Zucker
Öl neutrales Pflanzenöl)
Geröstete Erdnüsse
Kleiner Tipp: Ein bisschen Warenkunde und eine kleine Auswahl an gut sortierten Asiamärkten findet Du am Ende des Rezeptes.
1. Vorbereitung
- Zitronengras in feine Ringe schneiden, anschließend sehr fein hacken (oder im Multizerkleinerer fein häckseln – geht schneller) und in eine Schüssel geben.
- Scampis auftauen, trockentupfen und zum Zitronengras geben.
- Knoblauch zerdrücken und zusammen mit Salz, Pfeffer, etwas Öl, frisch geriebenem Ingwer und ½ TL Tapiokamehl oder Maisstärke zu den Scampis geben und marinieren.
- Frische Tomaten einritzen, mit heißem Wasser übergießen oder kurz aufkochen, kalt abschrecken, häuten und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Ananas schälen, Strunk entfernen und in ca. 0,5 cm dicke mundgerechte Scheiben oder Würfel schneiden. Alternativ könnt ihr auch geschälte frische Ananas kaufen.
- Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, weißen und grünen Teil trennen.
- Koriander fein schneiden und beiseitestellen.
- Geröstete Erdnüsse grob zerstoßen.
2. Karamellisieren und Anbraten
- Eine große Pfanne oder einen Wok mit etwas Öl erhitzen.
- Ananas hineingeben, 2 EL Honig, 1 EL Zucker und 3–4 EL Fischsauce hinzufügen und karamellisieren lassen.
- Wichtig: Die Ananas gibt zunächst viel Wasser ab. So lange weiterbraten, bis das Wasser fast verdunstet ist und die Ananas glasig und karamellisiert wird. Die Fischsauce kann für europäische Nasen etwas streng richen. Haltet durch, ihr werdet es nicht bereuen.
- Optional Chili hinzufügen (mit Handschuhen entkernen nimmt etwas Schärfe).
- In einer zweiten Pfanne den weißen Teil der Frühlingszwiebeln in etwas Öl andünsten. Scampis dazugeben.
- Scampis mit der Marinade glasig anbraten und beiseitestellen.
3. Sauce und Finalisierung
- Tomatenstücke zur Ananas geben und kurz anbraten.
- Kirschtomaten samt Saft hinzufügen und weiterbraten, bis eine sämige Sauce entsteht.
- 1 EL Tamarindenpaste einrühren.
- 1 EL Tapiokamehl mit etwas Wasser glatt rühren und die Sauce damit andicken.
- Herd ausschalten und die Scampis zur Sauce geben.
- Bei Bedarf mit Salz und etwas Zucker abschmecken.
4. Anrichten
- Das Gericht auf einem tiefen Teller anrichten.
- Mit Koriander, dem grünen Teil der Frühlingszwiebeln und den zerstoßenen Erdnüssen bestreuen.
Serviertipp
Am besten passt duftender Jasminreis, der die fruchtig-würzige Sauce perfekt aufnimmt.
P.S.: Das Gericht funktioniert auch wunderbar mit gebratenem Tofu oder Hähnchen. Wichtig ist nur, dass die Beilage erst am Schluss zur Sauce gegeben wird.
Warenkunde & wichtige Tipps
Ein wenig Warenkunde, ein paar wichtige Tipps von mir und eine Übersicht gut sortierter Asialäden findest Du hier:
https://nordischlifestyle.de/tipps-asiatisch-kochen/