Mirror, Mirror
Die Beauty-Bilanz 2025
Was für ein Ritt! Wenn wir auf die vergangenen zwölf Monate zurückblicken, wird eines klar: 2025 war das Jahr, in dem wir uns endgültig vom Perfektionismus verabschiedet haben. Wir haben mit Texturen gespielt, unsere Natürlichkeit gefeiert und zwischendurch ein paar Trends ausprobiert, die wir heute – nun ja – unter „Erfahrungen“ verbuchen. Schnappt euch einen Espresso, wir schauen uns an, was unsere Gesichter und Haare dieses Jahr bewegt hat.
Die Tops: Unsere absoluten Lieblinge
“Der „Clean Girl 2.0“
Glow mit Tiefgang
Wir dachten alle, der Clean-Look sei irgendwann auserzählt, aber 2025 hat er ein fabelhaftes Upgrade bekommen. Statt nur nach „viel Feuchtigkeitscreme“ auszusehen, wurde der Look erwachsener. Das Zauberwort hieß Skin-Streaming. Wir haben die Routine auf drei wesentliche Schritte reduziert, und das Ergebnis war eine Haut, die so gesund aussah, dass wir kaum noch Foundation brauchten. Ein Hauch von pfirsichfarbenem Cream-Blush, der über die Nasenbrücke gezogen wurde, gab uns diesen „Frisch aus dem Urlaub“-Vibe, den wir das ganze Jahr über geliebt haben.
Monochrome Magic
Mocha & Mauve
Wer hätte gedacht, dass ein einziger Lippenstift das ganze Make-up retten kann? Der Trend zu monochromen Looks war 2025 nicht wegzudenken. Wir haben denselben sanften Mauve- oder Braunton auf Lippen, Lidern und Wangen getragen. Das wirkte nicht nur extrem modern und harmonisch, sondern hat uns morgens im Bad auch kostbare zehn Minuten geschenkt. Es war der Look für die moderne Frau, die zwischen Homeoffice und After-Work-Drink keine Lust auf ein ganzes Schmink-Arsenal hatte.
Der „Hydro-Bob“
Die Rückkehr der Textur
In den Friseursalons gab es dieses Jahr einen klaren Gewinner: den Hydro-Bob. Ein kurzer, scharfer Schnitt, der mit Styling-Produkten so bearbeitet wurde, dass er permanent leicht feucht und unglaublich glänzend aussah. Er verlieh jedem Outfit sofort eine High-Fashion-Note. Gleichzeitig haben wir unsere natürliche Haarstruktur wiederentdeckt. 2025 war das Jahr, in dem das Glätteisen öfter mal im Schrank blieb. Locken wurden nicht mehr gebändigt, sondern mit speziellen „Curl-Definition“-Seren gefeiert. Volumen war zurück – und zwar das echte, unbeschwerte Volumen, das sich bei jeder Bewegung mitdreht.
Die Flops: Was wir gerne im Archiv lassen
Der „Floating Crease”
Zu viel des Guten
Manche Dinge sehen auf TikTok-Videos mit drei Filtern fantastisch aus, halten aber dem echten Leben – oder auch nur einem windigen Tag in der Stadt – nicht stand. Der Floating Crease, dieser frei schwebende Lidstrich weit über der Lidfalte, war so ein Kandidat. In der Theorie futuristisch und edgy, sah er in der Realität oft einfach nur so aus, als hätte man beim Schminken niesen müssen. Er hat das Auge optisch eher gedrückt als geöffnet. Ein klarer Fall von: Schön zum Anschauen, schwierig zum Tragen.
„Bleached Brows“
Der Geister-Look
Wir wissen, dass Mode mutig sein muss. Aber der Trend, sich die Augenbrauen komplett zu bleichen oder mit Concealer verschwinden zu lassen, war für die meisten von uns ein Flop. Die Augenbrauen sind nun mal der Rahmen des Gesichts. Ohne sie wirkten wir alle ein wenig… verloren. Zudem war die Pflege der gebleichten Härchen ein Albtraum. Wer will schon spröde Brauen? Wir sind froh, dass der Trend zum Jahresende wieder kräftigen, gut gebürsteten „Boy Brows“ gewichen ist.
Over-Lining 3.0
Wenn Kontur zu viel will
Lippenstift ein klein wenig über den Rand aufzutragen, um mehr Volumen zu schummeln, ist ein alter Hut. Aber 2025 übertrieben es einige mit dem sogenannten „Lip-Contouring“, das eher an eine dunkle Umrandung aus den 90ern erinnerte, die vergessen wurde zu verblenden. Wenn man von Weitem sieht, wo die Lippe aufhört und der Stift anfängt, ist der Charme-Faktor leider dahin.
Was bleibt für die Zukunft?
Wenn wir dieses Jahr Revue passieren lassen, bleibt ein Gefühl von Freiheit. Wir haben gelernt, dass Make-up kein Korsett sein muss, sondern ein Accessoire. Die Tops des Jahres haben uns gezeigt, dass weniger oft tatsächlich mehr ist – solange die Qualität der Produkte stimmt und wir uns in unserer Haut wohlfühlen. Die Flops haben uns daran erinnert, dass man nicht jedem Hype hinterherjagen muss, nur weil er auf einem 15-sekündigen Clip gut aussieht. Wahre Schönheit im Jahr 2025 war die Fähigkeit, Trends zu filtern und nur das zu behalten, was die eigene Persönlichkeit unterstreicht.
Wir verabschieden uns von den steifen Styles und freuen uns auf ein neues Jahr, in dem wir hoffentlich noch mehr Mut zur Echtheit beweisen. Denn am Ende des Tages ist das schönste Make-up immer noch das Selbstbewusstsein, mit dem wir es tragen.